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Schulsportplatz

Schon bei der Planung des neuen Sportplatzes gab es heftige Meinungsverschiedenheiten, über die  in den Nürnberger Nachrichten berichtet wurde:

Im Mai 1974 plante man noch, auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens die neue Sonderschule Süd zu bauen. Der Plan wurde fallen gelassen und der Neubau am Jean-Paul-Platz errichtet.

NN, Südost-Anzeiger 
vom 01.05.1974

Es sollte nun doch ein Sportplatz für die Sperberschule gebaut werden.


Nürnberger Nachrichten, Südost-Anzeiger vom 09.08.1979

Interessengemeinschaft fordert:

Sportplatz nur für die Schüler

Allwetterplatz Sperberstraße erregt Gemüter

Wird der auf dem Gelände des bisherigen Schulgartens geplante Allwetterplatz der Volksschule Sperberstraße eine unzumutbare Lärmbelästigung für die Anlieger bringen? Dies befürchtet zumindest eine Reihe von Bewohnern der Sperber- und Hermundurenstraße.

Mit allem Nachdruck wenden sich die betroffenen Anwohner, die bereits im Frühjahr eine Interessengemeinschaft gründeten, gegen eine Benutzung des Allwetterplatzes durch Vereine am Wochenende und nach Feierabend...

...Ein weiteres Ärgernis bildet das vorgesehene Ballfanggitter. Die Anwohner fühlen sich "eingesperrt" und befürchten, auch eine Bepflanzung werde dieses Gitter nicht unsichtbar machen. Diese Bedenken will das Gartenbauamt allerdings nicht gelten lassen und verweist darauf, dass die vorgesehene "höhere Bepflanzung" hinter dem Ballfang zugleich eine Maßnahme der Lärmdämpfung sei...


 

NN, 24.11.1982

Eltern fühlen sich von der Stadt verschaukelt

Bau von Sportanlagen lange verzögert

Die Eltern der Sperber- und Wiesenschule wollen die weitere Verzögerung von dringend benötigten Sportanlagen ihrer Schulen nicht mehr hinnehmen.

Auf Protestversammlungen machten sie ihrem Unmut Luft und drohten mit Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Baureferent Görl und den Leiter des Städtischen Schulamtes, Kurt Gemählich.

Der Leiter des Städtischen Schulamtes, 
Kurt Gemählich, bei einer Protestversammlung
1982 in der Sperberschule
(Foto: Schularchiv)

Die Eltern der Schüler in der Sperberschule fühlen sich verschaukelt. Sie wollen die Verzögerung beim Bau der Sportanlage und die Hinausschiebung bei der Errichtung der Turnhalle auf Mitte bis Ende der 80er Jahre nicht länger hinnehmen. Ihr Unmut richtet sich besonders gegen die verschiedenen Stellen der Stadtverwaltung, bei denen die Planungen immer wieder stecken blieben.

Die Allwettersportanlage könnte längst im Bau sein, denn die Pläne sind fertig, das Geld steht zur Verfügung. Doch, seit über einem Jahr wartet man auf die endgültige Baugenehmigung; sie hängt an der Unterschrift einiger Anwohner wegen eines geplanten Zaunes. Doch ihre Zustimmung wäre, wie der Leiter des städtischen Schulamtes, Kurt Gemählich, eingestand, letztendlich nicht unbedingt erforderlich...

sit/rs


 

Nürnberger Nachrichten vom 21. 07. 1983

Sportplatz-Bau bleibt eine Illusion

Regierung muss jetzt über erneute Widersprüche entscheiden

Die 850 Schüler der Sperberschule müssen aller Wahrscheinlichkeit nach noch so lange auf dem asphaltierten Schulhof Sport treiben, bis die Gerichte über den geplanten Neubau eines Allwetterplatzes entschieden haben.

Sowohl die Anlieger der Hermundurenstraße, die sich gegen den Neubau der Sportanlage wehren, als auch die städtischen Schulbehörden sind jedenfalls fest entschlossen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen.


Sportplatz der Sperberschule (Aufnahme von 2007)

Stadtschuldirektor Kurt Gemählich: „Der Sportplatz könnte bereits seit einem Jahr fertig sein. Die 610 000 Mark, die dafür im Mittelfristigen Investitionsplan vorgesehen sind, liegen auf Abruf bereit"

Ärger mit den Anliegern gibt es, seit die Pläne bekannt sind. Die Haupteinwände: Lärm durch die turnenden Kinder und Verlust an Sonnenlicht für die Vorgärten durch vorgesehene Ballfanggitter. Außerdem bemängelte man, dass eine Lärmschutzwand ästhetisch nicht zu vertreten sei.

Den Bedenken der Anlieger wollte die Stadtverwaltung Rechnung tragen. Der Schulsportplatz sollte nach den Unterrichtsstunden weder für spielende Kinder am Nachmittag noch für Sportvereine in den Abendstunden zugänglich sein.

Doch auch damit gaben sich diese Anlieger nicht zufrieden. Ein erster Widerspruch gegen die Planung wurde zurückgewiesen, ein zweiter liegt jetzt bei der Regierung von Mittelfranken und wartet auf Bearbeitung... rs

 

Man einigte sich doch noch und die Anlieger zogen ihre Widersprüche zurück. Der Sportplatz konnte gebaut werden:


NN, Südost-Anzeiger vom 28.07.1983

„Herzlichen Dank" 

den Anliegern der Hermundurenstraße die ihren Widerspruch gegen den Bau des Schulsportplatzes an der Sperberstraße nun doch zurückgezogen haben. 

Diese Nachricht wird sicherlich nicht nur von den Offiziellen, sondern auch von den vielen Schülern mit Freude zur Kenntnis genommen, kann jetzt doch endlich mit dem Bau der dringend benötigten Sportanlagen begonnen werden. Vielleicht können die Schulkinder, die in Zukunft auf der neuen Anlage turnen, von Zeit zu Zeit einmal an die entgegenkommende Geste der Anlieger denken und etwas weniger Lärm machen. Es wäre schade, wenn durch den Betrieb auf dem Sport Platz neue Konflikte mit den betroffenen Bürgern aufbrechen. Zu einem gesunden Lebenswandel gehört nämlich nicht nur der regelmäßige Sport sondern auch ungestörte Entspannung nach einem Arbeitstag. Darum ging es den Anliegern bei ihren Protesten. rs

1990
1999

Die Sperberschule ist zertifizierter Projektpartner der Musikpädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg.

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