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Neue Turnhalle 1987

Nürnberger Nachrichten vom10. Dezember 1981 

Sperberschule

Turnhalle im Norden des Hofs

Einwände der Denkmalschützer

Die neue Turnhalle der Volksschule Sperberstraße soll im Norden des Schulhofes entstehen. Das entschied jetzt der Schulausschuss mit der Mehrheit der SPD-Stimmen.

Um den Standort der Turnhalle war es in dem Gremium noch einmal zu ausführlichen Diskussionen gekommen, bei denen sich vielfältig unterschiedliche Meinungen über die Platzierung des Neubaus ergaben. So waren sich nicht nur die CDU- und die SPD- Sprecher uneinig, sondern auch die Vertreter von städtischer Bau- und Schulverwaltung.

Dem Schulausschuss lagen fünf Planungsalternativen vor, die sich durch den Standort, aber auch durch die Bauweise voneinander unterscheiden. Die Bauverwaltung favorisierte eindeutig eine Lösung, die vorsah, die Turnhalle zwischen Nord- und Südflügel des Schulkomplexes anzusetzen und den Baukörper teilweise als Kellerbau ,,zu versenken". Dieser Lösung, die mit Baukosten von mehr als 3,8 Millionen Mark die teuerste war, gab auch die CDU den Vorrang, nachdem der Elternbeirat der Schule sich einige Tage vor der Sitzung ebenfalls für dieses Projekt ausgesprochen hatte.

Die städtische Schulverwaltung indes setze sich für einen ,,Kompromiss" ein, der nach einer Ortsbesichtigung erarbeitet worden war und vorsah, dass die Turnhalle ohne direkte Anbindung an die Schule im östlichen Schulhof erbaut würde.

Die SPD-Vertreter im Schulausschuss zeigten sich nach Abwägung verschiedenster Vor- und Nachteile zunächst unentschlossen, neigten dann eher der Kompromisslösung zu, stimmten aber mit ihrer Mehrheit schließlich einer dritten Lösung zu, die nur am Rande diskutiert worden war, weil sie von der Bauverwaltung von vornherein als wahrscheinlich nicht durchführbar eingestuft worden war: einem Bau in der Nordostecke des Schulhofes.

Diese Entscheidung löste einige Überraschung aus. CSU-Sprecher Dieter Egelseher sprach die Befürchtung aus, dass durch diesen Beschluss ,,das Projekt wieder um mindestens ein Jahr verzögert wird". Ernst Voigt vom Referat für Bauverwaltung zeigte sich ebenfalls erstaunt über die Entscheidung und wies vor allem darauf hin, dass die Untere Denkmalschutzbehörde dieser Planung nicht zugestimmt habe."  ura


Nürnberger Nachrichten, 26.05.1983

Turnhalle eine Nummer kleiner

Neue Planung berücksichtigt denkmalgeschütztes Ensemble besser

Denkmalschützer und städtische Bauplaner sind sich endlich darüber einig geworden ,wie die neue Turnhalle der Sperberschule ausschauen soll. Positiver Nebeneffekt des langen Hin und Her: Der jetzige Entwurf soll eine Drittelmillion weniger kosten als zunächst gedacht. Das Geld für den Bau steht jedoch erst ab 1986 bereit.

Ursprünglich war ein Gebäude mit zwei Stockwerken geplant. Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege war aber der Ansicht, dass so ein massives Bauwerk nicht zum denkmalgeschützten Schulhaus passe.

Ein neuer Plan sieht nun einen eingeschossigen Bau vor, der sich vom Schulhaus nach Norden in die Langobardenstraße schiebt. Ein flacher Anbau mit den Nebenräumen entstünde an der Südseite des Pausenhofs. Die Turnhalle liegt danach einen Meter niedriger als der Hof. Ihr Dach, 1,80 Meter höher als der Hof, soll als Pausenterrasse dienen.

Da sich die Halle dann direkt an den Altbau anschließt, wird der östliche Klassenraum im Erdgeschoss für die Treppe zur Halle und als Ersatzfläche für den Jugendhort benötigt. Für diese architektonische Lösung konnten sich nun auch die Denkmalschützer erwärmen. Nicht ganz zufrieden sind sie lediglich mit dem Flachdachanbau im Süden ,der in seiner Größe die Umrisskanten von Alt - und Neubau ,,verschleiern und verunklaren" könnte. Eine Verlegung der Nebenräume unter die Turnhalle wäre aber zu kostspielig.

Der jetzige Entwurf dagegen vermindert die umbaute Fläche um ein Siebtel und kommt daher 300.000 Mark billiger als die zunächst errechneten 3,5 Millionen Mark. In jedem Fall aber kann nicht vor 1986 mit dem Bauen begonnen werden. Denn erst dann sind im mittelfristigen Investitionsplan Gelder vorgesehen."


 

Nürnberger Nachrichten, Südwest-Anzeiger, 19.09.1985

"Turnhallen-Bau jetzt genehmigt

Der seit fast zehn Jahren geplante Neubau einer Turnhalle für die Schule an der Sperberstrasse hat jetzt eine der letzten Verwaltungshürden genommen.

Einstimmig genehmigte der Bauausschuss den 2,9 Millionen Mark umfassenden Objektentwurf.

Damit kam die 15 mal 27 Meter messende Halle rund 150.000 Mark billiger als ursprünglich angesetzt. Zufrieden dürfte auch der Kinderhort in der Sperberschule sein.

Ursprünglich sollte er vom Keller der Schule in das Erdgeschoss umziehen, weil der Neubau zuviel Schatten auf die Schule geworfen hätte. Erst ein überarbeiteter Standortplan brachte jetzt Sport- und Hort -interessen unter einen Hut."

 

1987 schlugen die Sportlerherzen dann doch endlich höher: Die Rektoren Günter Kalb (Grundschule) und Willi Seibold (Hauptschule) freuten sich über die Einweihung der neuen Turnhalle.

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Bau der neuen Sporthalle in den Jahren 1986 bis 1987 (1986/1987)

 


Nürnberger Nachrichten vom 3.12.1987

Sperberschule: Große neue Halle im Erdboden versteckt

Geräumiger Bau sollte mit Jugendstilfassaden nicht kollidieren

Die Bautafel steht zwar noch ,doch die Kinder der Volksschule Sperberstraße haben ihre neue Turnhalle bereits eingeweiht: Die 30 Klassen können in dem drei Millionen Mark teuren Bau auf einem 27 mal 15 Meter großen Spielfeld Volleyball und Handball spielen - in der engen alten Halle- die auch jetzt noch für Gymnastik genutzt wird - war das schlecht möglich.

Einen kleinen Schönheitsfehler hat allerdings der Neubau: Weil eine Firma in Konkurs ging, mussten bereits bestellte Turngeräte bei einem anderen Hersteller gekauft werden. Die Folge: Bei den Barren passen nicht alle Holme ins dafür angelegte Loch.

Doch ansonsten gibt es überschwängliches Lob für den Quadratmeter großen Raum : „ Hier können sich die Kinder wenigsten ordentlich austoben" meint Rektor Willi Seibold zufrieden „ als ich 1952 in der alten Turnhalle mit 63 Schülern meine erste Turnstunde abhielt, konnte ich sie nur in Dreierreihen spazieren lassen

Sportvereine stehen noch vor der Tür

Das1914 eingeweihte Gebäude war jedoch nicht nur zu klein, auch die Sicherheitsvorschriften konnten nicht mehr erfüllt werden. Das städtische Schulamt störte sich an Mauervorsprüngen, die ins Feld hereinragen, und an den großflächigen, nicht verkleideten Heizungen. Willi Seibold möchte den großen Jugendstilraum künftig stärker als Aula nutzen, in der Weihnachtskonzerte und Elternversammlungen abgehalten werden.

Höhere Kosten

Um den Jugendstilcharakter der Volksschule und des Kinderhorts von außen zu bewahren, hat das städtische Schulamt für die neue Halle 40 Prozent höhere Kosten in Kauf genommen.

Der Bau wurde nämliche 2,30 Meter tief in die Erde gesenkte und in der Dachgestaltung angeglichen. Auch beim Anschluss an das Hauptgebäude bewiesen die Planer eine glückliche Hand: sie schufen eine schufen eine stufenförmige Terrasse, die im Sommer als Zuschauer Tribüne für kleine Theaterspiele der Schüler genutzt werden kann...

Die Sperberschule ist zertifizierter Projektpartner der Musikpädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg.

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